
| Wichtige Fragen beschäftigen die Augsburger Kulturreferentin Leipprand im Zusammenhang mit dem Gribl-Slogan „Zeit für den Augsburger“. Hier die Antworten aus Sicht der CSU und des OB-Kandidaten Kurt Gribl.
Frage Leipprand: Wer ist denn ein Augsburger? Antwort: Jeder, der in Augsburg lebt oder sich mit der Stadt verbunden fühlt (s. a. John F. Kennedy: „Ich bin ein Berliner“). Frage Leipprand: Wer bestimmt, wer ein Augsburger ist? Antwort: rechtlich: Wer Augsburger Bürger ist, bestimmt das Einwohnermeldeamt (s. a. Affäre Seinsch) im praktischen Leben: Niemand. Jedem steht es frei, sich selbst zum Augsburger zu erklären. Im täglichen Leben werden es wohl Eigenwahrnehmung und die Meinung der Mitbürger sein, die jemanden zum Augsburger machen oder nicht. Keinesfalls natürlich Kurt Gribl oder die CSU. Frage Leipprand: Und wer wird ausgegrenzt? Antwort: Niemand. Siehe auch Antwort oben: jedem, der sich für einen Augsburger hält, steht es doch frei, sich als solcher zu bezeichnen. Wer wird ihn daran hindern können und wollen? Wer sich nicht als Augsburger bezeichnet, sondern z.B. als Berliner, kann natürlich trotzdem zum Personenkreis der Augsburger zählen. Zum Beispiel, weil er hier wohnt, aber aus Berlin kommt und auf seine Herkunft abstellt. Oder weil er nur teilweise oder vorübergehend in Augsburg wohnt oder hier einen zweiten Wohnsitz hat. Auch hier zählt doch die Eigenwahr-nehmung. Damit kann aber keineswegs eine Ausgrenzung verbunden sein. Vorab schon eine Antwort auf die Frage, warum wir nicht „Zeit für den/die Augs-burger/in“ auf das Plakat geschrieben haben: Zeit für den Augsburger steht hier für beide Geschlechter. So wie etwa Kennedy mit „Ich bin ein Berliner“ vermutlich nicht die Berlinerinnen ausgrenzen wollte, sondern den Berliner an sich meinte. Man sagt ja auch im allgemeinen Sprachgebrauch: „Die Italiener machen vorzügliches Eis“ und nicht etwa „Die Italiener/innen bzw. die Italiener und Italienerinnen machen vorzügliches Eis.“ Abschließend möchten wir feststellen, dass wir von den Augsburgern und auch vielen Menschen aus dem Umland sehr viel Zuspruch für das Plakat bekommen haben – gerade auch für den Slogan. Gerne würden wir unsererseits über den Slogan „Grün wirkt“ – z. B. in Hinsicht auf die offene Frage „wie eigentlich?“ (gut/schlecht/verheerend?) nachdenken. Aus Zeitgründen befassen wir uns jedoch auch im Wahlkampf lieber mit den politischen Inhalten der Parteien. |
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