100-Punkte-Programm

Die insgesamt 100 Gribl-Punkte werden nach und nach bis zur Wahl im März 2008 veröffentlicht.



Download als PDF

Hier können Sie die Gribl-Punkte 31 - 40 als PDF downloaden.



Punkte 32 - 40

32. Zuschüsse für Übungsleiter beim Jugendsport

Profisport hat Vorbildfunktion für die Jugend. Breitensport leistet wertvolle Jugendarbeit in Vereinen und Verbänden. Er ist daher besonders förderungswürdig. Die Leistung zahlreicher ehrenamtlich tätiger Übungsleiter ist unverzichtbare

Voraussetzung für qualitätvolle Jugendarbeit. In Vereinen sind Kinder und Jugendliche von der Straße weg und befinden sich in guten Händen. In Sportvereinen lernen Jugendliche soziales Verhalten, erfahren Teamgeist und Ehrgeiz. Ich möchte, dass auch künftig in ausreichendem Umfang Übungsleiter zur Verfügung stehen und es hierfür von der Stadt Zuschüsse gibt. In die Jugendarbeit investiertes Geld ist gut investiertes Geld.

33. Reduzierung der Hallengebühren für Jugendsport

Sportvereine klagen oft über zu geringe finanzielle Mittel. Jugendarbeit findet ihre finanziellen Grenzen in den beschränkten finanziellen Ressourcen. Vereine und Jugendabteilungen werden durch zu hohe Hallengebühren belastet. Das ist einer

Förderung des Jugendsports abträglich. Ich werde daher dafür sorgen, dass Hallengebühren im möglichen Umfang reduziert werden.

34. 30 Minuten gratis parken: Semmeltaste an Parkscheinautomaten

Die Innenstadt soll für Besucher attraktiv sein und gerne angenommen werden. Aber viele Augsburger fahren sogar für kurze Erledigungen ins Umland, weil sie dort günstigere Verkehrs- und Parksituationen nutzen können. Mir liegt die Vitalität der Innenstadt und des Einzelhandels am Herzen. Ich werde dafür sorgen, dass an Parkscheinautomaten eine gebührenfreie Kurzparkzeit für die erste halbe Stunde eingeführt wird. Das hat sich auch in anderen Städten bereits

bewährt. Ich bin der Meinung, diese einladende und sympathische Geste sollten wir nutzen, um die Attraktivität und Anziehungskraft der Innenstadt zu steigern. Ich werde deshalb in Augsburg die „Semmeltaste“ für gebührenfreies Kurzzeitparken an Parkscheinautomaten einführen.

 

35. Anliegerparken: Scheckheft für Besucher

Wer Verwandte oder Freunde in der Innenstadt mit dem Auto besuchen will, hat seine liebe Not. Ohne Anliegerparkausweis ist es kaum möglich, während des Besuchs in der Nähe zu parken. Bewohner in der Innenstadt müssen sich oft anhören, dass sie ungern besucht werden, weil sie schwer zu erreichen sind bzw. keine Parkmöglichkeit besteht.

Das vorübergehende Parken muss daher ermöglicht werden. Die Idee: Berechtigungsscheine für Anlieger, die sie einfach an ihre Besucher nach Bedarf weitergeben können. Wie bei einem „Scheckheft“ werden daher Berechtigungsscheine

tagesaktuell vom Anlieger selbst ausgestellt und im geparkten Fahrzeug hinter die Windschutzscheibe gelegt. Die Parkberechtigung wird auf einen für Besuchszeiten üblichen Zeitraum von einigen Stunden beschränkt. Natürlich kann Missbrauch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Aber ich habe Vertrauen in die Vernunft der Anlieger,

denen mit dem vorliegenden Vorschlag eine gute Gelegenheit zur Verbesserung des Anwohnerparkens eingeräumt wird. Nicht das Misstrauen darf im Vordergrund stehen, sondern der Service für die Anlieger.

36. Einfacher parken für Handwerker: Ticketblock

Handwerker klagen oft über Schwierigkeiten beim Parken, wenn in der Innenstadt Aufträge abgewickelt werden sollen. Die Ausnahmeregelungen für die Benutzung von Anwohnerparkplätzen sind zu kompliziert und zeitaufwändig (Plaketten und Arbeitsstättennachweise).

Ich werde die Parkplatzregelung für Handwerker vereinfachen, ohne die Kosten zu erhöhen. Die Idee: Handwerker erhalten Berechtigungsscheine in Form eines Ticketblocks. Die Tickets werden von den Handwerkern bedarfsgerecht und tagesaktuell ausgefüllt und einfach hinter die Windschutzscheibe gelegt.

Natürlich kann Missbrauch nicht ganz und gar ausgeschlossen werden. Aber auch hier gilt: Ich habe großes Vertrauen in die Handwerksbetriebe. Nicht das Misstrauen darf im Vordergrund stehen, sondern die Erleichterung für die mittelständische Wirtschaft.

 

37. 10 Minuten Karenzzeit bei Parkzeitüberschreitung

Die „Blauen“ sind für die Stadt Augsburg bei der Parkraumüberwachung im Einsatz. Das ist auch notwendig, da eine gut funktionierende Parkraumbewirtschaftung die Erreichbarkeit der Innenstadt und die Fluktuation beim Parken sichert. Davon
profitiert auch die Attraktivität der Innenstadt und der Einzelhandel.

Über die „Blauen“ wird dennoch viel diskutiert. Ich bin sicher, dass diese Art der Parkraumüberwachung von den Augsburgern besser akzeptiert werden könnte. Dazu darf allerdings nicht der Eindruck entstehen, das Ziel der Parkraumbewirtschaftung
bestünde nur darin, für die Stadt Geld einzutreiben. Einer der Gründe für diese oft gehörte Ansicht ist, dass selbst sehr kurzzeitige Parkzeitüberschreitungen bereits mit einem Knöllchen verfolgt werden.

Ich werde daher durch eine Dienstanweisung sicherstellen, dass bei der Parkraumüberwachung zwar keine Augen zugedrückt, wohl aber die Uhren etwas zurückgestellt werden. Bei der Überschreitung von Parkzeiten soll daher eine Karenzzeit von 10 Minuten gelten – damit es auch weiterhin Spaß macht und nicht mit einem Knöllchen endet, wenn man sich beim Einkaufen etwas verspätet oder auch nur „verratscht“.

 

38. Mehr Service für Behinderte beim Park + Ride

Menschen mit Behinderung klagen oft über Schwierigkeiten beim Umsteigen im öffentlichen Personennahverkehr. Damit, dass große Park + Ride-Plätze am Stadtrand zur Verfügung stehen, ist vielen nicht geholfen. Benötigt werden Behindertenparkplätze in der Nähe von Haltestellen für den ÖPNV.

Ich werde darauf hinwirken, dass in der Nähe von Haltestellen des ÖPNV bedarfsgerechte Parkplätze für Menschen mit Behinderungen entstehen, damit ihnen das Umsteigen auf den ÖPNV erleichtert wird.

 

39. Besseres Parken für Taxis

Wenn die Augsburger Taxis nutzen, ist dies sehr zu begrüßen. Wer ausgeht, soll auch bequem und sicher nach Hause kommen. Deshalb möchte ich die Leistung der Stadt für die Fahrer und die Fahrgäste verbessern. Ein Brennpunkt ist hier die Maximilianstraße, wo ich mich für eine zusätzliche Bereitstellungsfläche einsetze. Taxis sollen dort zu Stoßzeiten am Wochenende legal in zweiter Reihe warten können. Darüber hinaus werde ich dafür sorgen, dass an der Theaterstraße oder in der Völkstraße Taxi-Stellplätze entstehen, die näher am Besuchereingang liegen als der bisherige. Damit wäre den Theatergästen geholfen und die Taxifahrer können einen besseren Service bieten. Die Stadt würde damit ohne großen Aufwand Flexibilität und ein Stück Bürgerfreundlichkeit beweisen.

40. Strafzettel mit Trostpflaster

Wer ärgert sich nicht über Bußgeldbescheide für ordnungswidriges Parken?

Allerdings: Strafe muss sein. Wildes Parken ohne Kontrolle ist nicht möglich. Ansonsten würden Parkplätze nicht für alle Autofahrer zur Verfügung stehen und es gäbe keine ausreichende Fluktuation. Dies wäre auch für die Erreichbarkeit der Innenstadt und für den Einzelhandel nachteilig.

Wenn die Verteilung von Knöllchen schon nicht vermeidbar ist, so möchte ich doch den Beigeschmack von Strafe etwas mildern. Deshalb trete ich für eine Art „Payback-System“ ein. Die Idee: Mit jedem bezahlten Knöllchen ist ein Gutschein verbunden, den der „Park-sünder“ in einem öffentlichen Parkhaus oder bei der Benutzung von Bussen und Trambahnen verwerten kann. Beispiel: Die Quittung für den Strafzettel kann gegen einen Wertbon im Stadtwerke Kundencenter getauscht werden, der dann auf den Kauf einer Streifenkarte angerechnet wird. Effekt: Die Strafe wird versüßt, der Verkehrsteilnehmer wird dazu animiert, beim nächsten Mal gleich ein Parkhaus aufzusuchen oder Bus und Straßenbahn zu benutzen.

Nach oben


Aktuell
gribltv
gribltv
100 Punkte Programm